Computergenealogie


eine private Internetseite - Stand Januar 2009
erstellt von Astrid Dolejsch


Ausschreibungstext zum Wochenendkurs (zwei Samstage) der VHS Celle im Januar 2009

Familienforschung ist ein beliebtes Hobby, für das der Computer ein interessantes Hilfsmittel sein kann. Neben dem Einsatz zur Dokumentation der gesammelten Daten durch spezielle Ahnenprogramme, gewinnt das Internet als Informationsquelle immer größere Bedeutung.

In einem Workshop soll dem Einsteiger in die Computer-Genealogie ein Überblick über die Möglichkeiten des Computereinsatzes gegeben werden. Am Beispiel der kostenlos verfügbaren Software PAF wird sowohl die grundsätzliche Arbeitsweise von genealogischer Software vorgestellt, als auch die Bedeutung des GEDCOM-Formates zur Veröffentlichung bzw. zum Datenaustausch mit anderen Familienforschern besprochen.

Ausführlich werden Recherchemöglichkeiten im Internet vorgestellt. Neben dem Web als allgemeiner Informationsquelle werden spezielle genealogische Seiten bzw. Datenbanken vorgestellt. Am Beispiel einer Recherche in der englischsprachigen Mormonendatenbank wird der Download von GEDCOM-Dateien und der Import in das eigene Ahnenprogramm gezeigt. Auf die einfach zu erlernende HTML als Schlüssel zur eigenen genealogischen Homepage wird ebenso eingegangen wie auf die Bedeutung und Nutzung von Mailinglisten zum Informationsaustausch mit anderen Familienforschern.

siehe auch Volkshochschule Celle (Kurssuche / ggf. erweitere Suche)


Diese HTML-Seite ist eine Zusammenstellung der im Kurs verwendeten Internetadressen.
Es gibt ein Manuskript als pdf-Datei (1,3 MB).


zur Einführung:

Bei "Computerchinesisch" lohnt es sich, einmal im Wikipedia (=Internetlexikon) nachzuschlagen.

Häufig genutzte Internet-Adressen kann man im Internet Explorer unter Favoriten bzw. beim Firefox als Lesezeichen speichern.

Moderne Browser verfügen über die Möglichkeit, in Registerkarten (Internet Explorer) bzw. Taps (Firefox) zu surfen.

Außerdem haben sie neben der Adresszeile (zur Eingabe von bekannten Internetadressen) zusätzlich über eine Eingabezeile für Suchmaschinen (google, yahoo, Live Search). Jeweils eine Suchmaschine kann als Standard definiert werden.

Nicht vergessen: die Suchfunktion des Browsers, wenn sehr lange Webseite können nach bestimmten Begriffen abgesucht werden.


Verein für Computergenealogie

Der Verein für Computergenalogie unterhält unzählige informative Internetseiten. Neben dem GenWiki, das ist die Hauptsammlung der angebotenen Informationen, gibt es zahlreiche Datenbanken, auf die unser Kurs detailierter eingeht, und die Mailinglisten, die ebenfalls ein Thema unseres Kurses sind. Alle Angebote sind das Ergebnis ehrenamtlicher Arbeit und sind natürlich auch "gewachsen".

Jedem Wiki liegt die Idee zugrunde, dass jeder Benutzer das Wissen der anderen kostenlos nutzen darf, umgekehrt aber auch sein Wissen einbringen soll. Jedes Wiki arbeitet mit einer Standardsoftware. Das Schreiben im Genwiki wird in diesem Kurs erstmals von mir thematisiert. Man muss kein Programmierer sein, um seine Forschungsergebnisse ins GenWiki zu bringen. Im GenWiki ist ein Forschungsergebnis möglicherweise auch dauerhafter der Nachwelt erhalten als auf einer privaten Homepage oder gar den privaten Aktenschränken.
Es gibt eine Mitmach-Hilfe, auch eine Mailingliste nur für das Genwiki.

Alle Angebote des Vereines können auch von Nichtmitglieder genutzt werden. Mitglieder erhalten für ihren Mitgliedsbeitrag (derzeit 35 €) eine Jahresgabe und die kostenlose Zusendung der Zeitschrift "Computer-Genealogie", die natürlich auch per Abo zu bekommen ist.



Recherchen mit Suchmaschinen

Nicht nur die bekannteste Suchmaschine GOOGLE bietet längst mehr als die Recherchemöglichkeiten über Suchbegriffe.

Für den Familienforscher besonders interessant ist die GOOGLE - Suche nach Bildern,
z.B. für die Suche nach Kontakten.

Oder auch GOOGLE Maps,
für die Suche nach Orten oder als Routenplaner.

Man beachte, dass eine Recherche mit bestimmten Suchbegriffen nicht dauerhaft immer dieselben "Treffer" bringt, weil das Internet "lebt", d.h. ständig kommen neue Seiten hinzu, andere werden aus dem Netz genommen.
z.B. läßt sich das Recherchebeispiel Nr.1 aus meinem Manuskript läßt sich heute nicht mehr mit denselben Suchbegriffen ("Einführung" "Computergenealogie") wie in meinem ersten Computer-Genealogiekurs 2006 "ergoogeln". Die Treffer-Liste wird heute dominiert von der Zeitschrift "Computergenealogie", erst das 3.Suchwort "Heidelberg" führt auf die Seite der Universität Heidelberg, die wiederum auf einen Artikel der Universität Hamburg verweist.
(Hinweis: an dieser Seite läßt sich der Vorteil vom Surfen mit Taps zeigen
anstelle vieler neuer Fenster werden Taps innerhalb des Firefoxfensters erzeugt)

Das 2.Beispiel aus meinem Manuskript führt sogar gar nicht mehr zu der erwarteten Seite eines privaten Familienforschers, sondern leitet zu einer kommerziellen Seite um.

Die Internetseite von ancestry.de ist ein typisch kommerzielles Angebot. Gerade der unerfahrende Familienforscher wird angesichts der "Lockangebot" zu einer Mitgliedschaft fast schon "genötigt". Nach meinen persönlichen Beobachtungen, wird man verlockt, seine Daten einzugeben (in der Hoffnung auf neue Kontakte und ergänzende Daten). Meine Erfahrungen sind aber eher enttäuschend. Ich bin registrierter Benutzer und hatte nach meinem ersten Eingabeversuch Probleme selbst an die eigenen Daten ranzukommen. Man kann auch belegen, dass man dieselben Informationen zum Teil auch auf anderen Seiten im Internet bekommt. Beispiel: Caspar Kiwus, Gefallener aus dem 1870/71er Krieg, findet sich auch beim Gefallendenkmäler-Projekt.

Suchmaschinen werden laufend verbessert. Gerade beim Vergleich mit meinen für diesen Kurs dokumentierten Suchergebnissen wird einem klar, dass das heutige "google" auf einer verbesserten Recherchesoftware basiert.
Vgl. dazu Notizen aus meinem Manuskript bzw. das Beispiel 3.

Es gibt über das einfache Eingeben der Suchbegriffe hinaus noch die erweiterte Suche bzw. den Gebrauch von "Gänsefüsschen" oder den Ausschluss bestimmter Suchwörter. Beispiel: googeln mit KIWUS


genealogische Datenbanken

Wichtigste Adresse für die deutschen Familienforscher ist die Homepage des Vereins für Computergenealogie. Das vom Verein ins Internet gestellte Wiki für Genealogen bündelt und strukturiert zugleich das umfangreiche Angebot.

Aus der Fülle des Angebotes konzentrieren wir uns zunächst auf die Datenbanken.

Für einen ersten Überblick kann man sich der Metasuche bedienen.
Die deutsche Datenbank GedBas bietet gegenüber der allseits bekannteren Datenbank der Mormonen evtl. mehr Zusammenhänge. Während bei der deutschen Datenbank der Name in Abhängigkeit der Schreibweise unterschiedliche Datensätze liefert, arbeit die Mormonendatenbank mit einem "intelligenten" Programm, das ähnliche Schreibweisen toleriert.
Trotzdem sollte man in beiden Fällen mit großer Bandbreite Namensvarianten absuchen.

In beiden Datenbanken lassen sich Datensätze als gedcom-Dateien downloaden.
Daher Infos zum Gedcom-Format im GenWiki und FAQs zur Gedbas-Datenbank .

Nicht vergessen darf man die Tatsache, dass inzwischen unzählige Familienforscher eigene Homepages mit Datenbanken unterhalten. Eine potentielle Einstiegsseite ist Biggis Liste, die viele für die Ahnenforschung interessante Links enthält.



Ortsdatenbanken

Ortsdatenbank des Vereins für Computergenealogie, GOV

Kartenmeister, die Datenbank von Uwe-Kartsten Krickhahn aus Kanada, die auch historische Karten enthält und darüber hinaus auch noch Forscherkontakte vermittelt

auch die jüdische Ortsdatenbank enthält Karten , allerdings moderne online-Karten, die nicht unbedingt historische Ortsbezeichnungen haben
eine andere evtl. interessante Funktion bei der Ortssuche ist der 10 miles Radius

Ortsverzeichnis für Länder der ehemaligen Österreich-Ungarischen Monarchie IHFF - Institut für Historische Familienforschung

dazu gibt auch kommerzielle Angebote wie die Datenbank Hic Leones, eine historische Enzyklopädie der Welt, die als CD-ROM erworben werden kann und Daten aus dem geographisch-statistischem Lexikon von Ritter von 1895 enthält

das Gemeindeverzeichnis von von Uli Schubert

ein Westpreußisches Ortsverzeichnis von Hans-Jürgen Wolf

und das Ortsverzeichnis für Bayern der Bayerischen Landesbibliothek Online

und das Digitale historische Ortsverzeichnis von Sachsen.



Mormonendatenbank

Die Seiten der Mormonendatenbank sind zwar englisch, aber man findet sich auch ohne Sprachkenntnisse zurecht.
Die Datenbank besteht aus mehrern Datenbanken, die häufigste Recherche geht über SEARCH
In der Mormonendatenbank stehen die Daten aus den unterschiedlichsten Quellen, häufig sind es private Familienforscher. Man bekommt jedoch nicht direkt Einblick in Kirchenbücher oder ähnliche Dokumente, sondern muss diese als Mikrofilme in den Forschungsstellen der Mormonen (Familiy History Center ) einsehen.
Im Libary Catalog dagegen kann man feststellen, ob ein Kirchbuch verfilmt ist.


Filme lesen in den Forschungsstellen der Mormonen

Es gibt eine informative private Einsteigerseite zum Filme lesen bzw. einen Übersichtsartikel zu den Forschungsstellen im GenWiki.

Die Mormonen unterhalten auch eine deutschsprachige Seite zum Thema Genealogie. Dort kann man sich auch über die Kirche der Mormonen informieren.

Filme bestellt und bezahlt man seit 2008 im Internet(Filmbestellung), leider ist der Service momentan gestört.

Im Zusammenhang mit der Mormonendatenbank werden häufig sogenannte Batchnummern gebraucht. Es gibt dazu ein Verzeichnis.

Auch aus Mormonendatenbank lassen sich Daten im gedcom-Format herunterladen.
So können sie in den meisten Genealogieprogramme eingelesen werden. Die Mormonen bieten gegen eine Registrierung das kostenlose Programm PAF5.2 (Personal Ancestral File), sogar in deutscher Sprache an. Den Link findet man auf der Einstiegsseite unter "Free PAF Family History Software" (rechts unten). Die Downloadgröße beträgt etwa 10 MB. Mit diesem Programm läßt sich sich relativ einfach eine genealogische Homepage basteln, siehe private Homepage oder ein Beispiel aus meiner Homepage. Mit ein paar HTML-Kenntnissen lässt sich viel individuelles Design einbauen. Daher hier ein kostenloses HTML-Handbuch.
Mit PAF5.2 lassen sich auch individuelle Listen aus der Datenbank zusammenstellen. Manche Funktionen erfordern es, dass man sich als Systemadminitrator angemeldet hat.



private Familienforschung

Jeder Familienforscher weiß, wie schnell sich genealogisch interessante Daten ansammeln, wenn man beispielsweise erst einmal begonnen hat, ein Kirchenbuch auszuwerten.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind immer auch Daten dabei, die andere Familienforscher ebenso interessieren.
Auch beim Datenaustausch bietet der Computer bzw. das Internet interessante Möglichkeiten. Zum Kennenlernen kann man sich einem der zahlreichen genealogischen Vereine anschließen. Alle nutzen heute das Internetseite oder man trägt sich in sogenannte Mailinglisten ein. Mehr dazu im Manuskript ab S.17.
Darüber hinaus gibt es inzwischen unzählige private Internetseiten, auf denen nicht selten umfangreiches Datenmaterial zum Abruf bereit steht.
Hier nur ein einziges Beispiel:
Auf der Seite des Heimatkreises Namslau findet sich das Taufbuch der Kirche Kreuzendorf als pdf-Datei.
Bitte unbedingt daran denken, dass auch eine pdf-Datei je nach Seitenzahl sehr groß (speicherintensiv) sein kann, also nicht immer "hängt der Computer", manchmal dauert der Download nur ungewöhnlich lang.

Es gibt inzwischen unzählige private Homepagesseiten im Internet und deshalb gibt es auch Linklisten wie die Linkliste zur Genealogie von Dr. Claus Christoph, Hemmingen

oder Biggis Liste auf www.geneaology.net

Beide Web-Adressen ersetzen fast jede andere Liste ….

digitalisierte Bücher (Literatur)

Als Beta-Version steht die Google-Suche nach digitalisierter Literatur zur Verfügung.
Man findet neben (urheberrechtlich nicht gebundenen) Büchern auch Literaturhinweise durch Textausschnitte.
In einem zweiten Schritt kann man mit so ermittelten Autoren, Buch- bzw. Zeitschriftentiteln weitere Recherchen mit dem normalen Google machen und bekommt ggf. Hinweise, welche Universitäten digitalisierte Bücher zum download anbieten.

Nicht alle Bücher, die online im Internet stehen, findet die Google-Büchersuche bereits, daher sind manchmal Tipps von Forscherkollegen "Gold wert".
z.B.: ein spezielles Buch wie "den Knie" für Familienforscher, die sich für Schlesien interessieren
Die Universität Kattowitz bietet die komplette Ausgabe von 1845 (1000 Seiten / 95 MB).
(Anm.: der "Marktwert" dieses Buches wurde mit 1000 Euro angegeben).

Hier bedarf es gewisser Grundkenntnisse, welche Software man einsetzen muss.
Zum Lesen von pdf-Dateien benötigt man den Acrobat Reader,
kostenlos erhältlich u.a. bei der Firma Adobe;
Zum Lesen von DjVU-Dateien benötigt man den DjVU-plugin von LizardTech (= ein Zusatzprogramm zum Browser) ebenfalls kostenlos erhältlich bei LizardTech.
(Hiweis: neue Programme besser mit admin-Rechten installieren)

Manchmal werden umfangreiche Downloads als zip-Ordner angeboten. Ab Windows XP steht das "Entpacken" als Funktion des Betriebssystems zur Verfügung.
Windows9x-Benutzer müssen sich ggf. dafür Hilfsprogramme aus dem Internet downloaden, z.B.: WinZip.

Auch der Verein für Computergenealogie hat ein Projekt zum Thema digitalisierte Bücher: die DigiBib


kleine Link-Sammlung


Linkliste von Dr. Claus Christoph, Hemmingen zur Genealogie

Biggis Liste auf www.geneaology.net

beide Web-Adressen ersetzen fast jede andere Liste ….

Einsteigerseite in die Ahnenforschung mit vielen weiteren Links

Einsteigerseite, ausgezeichnet von geneaology.net

Die Genealogie-Service.de GmbH (http://www.genealogie-service.de) ist Betreiber des Onlineportals "Ahnenforschung.Net" (seit 1998).

private Internetseite mit katholischen Kirchspiele in Oberschlesien

Geschichtswissenschaften im Internet

private Internetseite u.a. mit Kirchenlatein

private Internetseite Wöterbuch Latein

Lateinische Berufs-, Standes- und Verwandtschaftsbezeichnungen

Sammlung alter Photos englisch; mit Suchfunktion über Familiennamen, natürlich noch sehr USA-lastig

Östereichisch-Ungarische Militärkarten
aus dem Jahre 1910; beinhalten Zentraleuropa und Teile Osteuropas; jede Karte etwa 3-4 MB

Sütterlinstube Zitat: Wir sind ausschließlich ehrenamtlich im Bereich "Übertragung von Texten in altdeutscher Schrift in die heute gängige lateinische Schrift" auf freiwilliger Spendenbasis tätig

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Büchereien, Digitale Bibliotheken / Antiquariate


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Bücher Katalog der Universität Karlsruhe und vieler anderer Bibliotheken, auch international

Schlesische Bibliothek der Universität Kattowitz

Bücher nochmal digitalisierte Bücher auf einer polnischen Internetseite
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Berliner Adressbücher sind von 1799-1943 online